Wenn sich eine Aussage ändert, soll man das sehen können.
Ein Text wird nicht dadurch vertrauenswürdiger, dass er nach der Veröffentlichung nie wieder verändert wird. Manchmal ist eine Quelle zu schwach für den Satz, den wir daraus gemacht haben. Manchmal klingt eine vorsichtige Hypothese im fertigen Text plötzlich wie eine Diagnose. Und manchmal war eine Aussage schlicht falsch.
Solche Änderungen wollen wir nicht unter einem neuen Veröffentlichungsdatum verschwinden lassen. Diese Seite dokumentiert substantielle Korrekturen: Dinge, bei denen sich relevant verändert, was wir behaupten oder wie sicher wir es behaupten.
Merkmalsunterschiede, Diagnoseprävalenz und Ergebnisse aus Vignettenstudien waren nicht sauber genug voneinander getrennt. Außerdem war eine Stichprobengröße falsch angegeben.
Geändert
Merkmals-Metaanalyse und Diagnoseprävalenz wurden getrennt. Vignettenstudien werden nicht mehr als reale Fehldiagnoserate ausgegeben. Die betreffende Stichprobe wurde auf 157 korrigiert.
Warum
Eine experimentelle Vignette zeigt, wie Behandelnde einen konstruierten Fall bewerten. Sie zeigt nicht automatisch, wie häufig eine reale Fehldiagnose im Versorgungssystem vorkommt.
Mehrere unterschiedliche Modelle konnten zu leicht wie eine einzige Erklärung für Beziehungsmacht gelesen werden.
Geändert
Strukturelle Macht, relationale Abhängigkeit, Demand-Withdraw, Appeasement und Coercive Control werden als unterschiedliche Erklärungsrahmen behandelt.
Warum
Ein einzelnes Beziehungsmuster reicht nicht aus, um die gesamte Machtstruktur einer konkreten Beziehung aus der Distanz zu bestimmen.
PTBS-, kPTBS-, ADHS- und Autismus-Evidenz war in Teilen zu eng miteinander verbunden. Persönliche Hypothesen konnten stärker wirken, als ihre Grundlage zuließ.
Geändert
Die Evidenzbereiche wurden getrennt. Persönliche Hypothesen wurden entfernt oder ausdrücklich als solche begrenzt. Der Text enthält keine Selbstbehandlungsanweisung.
Warum
Eine Quelle zu PTBS ist nicht automatisch ein spezifischer Nachweis für kPTBS. Dasselbe gilt für neurodevelopmentale und traumabezogene Erklärungsmodelle.
Ein klinisch einflussreiches Modell darf nicht so dargestellt werden, als seien seine neurophysiologischen Grundannahmen vollständig geklärt.
Geändert
Befürwortung und aktuelle wissenschaftliche Kritik stehen nebeneinander. Es werden keine individuellen autonomen Zustände aus Verhalten abgeleitet und keine allgemeine Übungswirksamkeit behauptet.
Warum
Ein Modell kann therapeutisch oder sprachlich hilfreich sein, ohne dass jede biologische Erklärung dahinter als gesichert gelten muss.
Konkrete Werke oder Künstler könnten zu leicht so gelesen werden, als würden wir ihnen eine psychologische Absicht oder Wirkung zuschreiben.
Geändert
Beide Seiten wurden zu werkneutralen Prüfrastern umgebaut.
Warum
Darstellung, Rahmung, Rezeption und Wirkung sind unterschiedliche Ebenen. Ein Werk zeigt etwas; daraus folgt nicht automatisch eine eindeutige Künstlerabsicht oder Wirkung beim Publikum.
Fortführung
Wie es weitergeht
Neue substantielle Korrekturen werden hier ergänzt, wenn sie veröffentlicht werden. Der aktuelle Text einer Seite bleibt die maßgebliche Fassung. Diese Seite erklärt, warum bestimmte ältere Aussagen verändert wurden.